Der Verein für eine gesunde Zucht!
Allianz der Tempelhunde e.V · Kakerbecker-Dofstr.4 · 39624 Kalbe/Milde · dietempelhunde@aol.com


Hier lesen Sie über die Vorstellung des Farm-Collie in Wort und Bild.


Zunächst möchte sich die Zuchtstätte ‚aus dem Elfenreich‘ beim Vorstand des ATH e.V. dafür bedanken, dass ich diese seltene, fast verschwundene Rasse hier präsentieren darf.
Warum sollte es ein Farm-Collie sein ?
Der heutige Rough –und Smooth-Collie kommt in erster Linie im Showkleid daher und wird hauptsächlich hierauf gezüchtet. Wo sind die Super-Eigenschaften von selbständigem Denken, absoluter, früher vorherrschender Gesundheit und des tollen „Will-To-Please“, sowie des moderaten Haarkleides, welches jedermann nahezu nebenher bewältigen konnte.
Zuvor geschriebenes entspricht genau dem Denken einer Bearded-Collie-Seite , welche auch zurück zum Urtyp der Rasse möchte. Die Erstzüchterin in Deutschland, Anita Altmann, Zuchtstätte „vom Michaelisturm„ hatte genau den Typ dieser Hunde. U.a. kein, den Hund erschlagendes Haarkleid, sondern den wirklichen Urberg-Bearded-Collie. Auch der  Bearded-Collie gehört zu den Ur-Farm-Collierassen und geht auf die, weiter unten erwähnten ‚Pre-Celtic-Hunde’, zurück.
Mir, unverständlicherweise, werden heutzutage Hunde zunehmend nach Kriterien der Medikamentverträglichkeit gezüchtet. Bestes Beispiel ist der MDR1-Defekt, durch den ein Tier anfällig gegen bestimmte Arzneien sein und bei Verabreichung derselben Schaden nehmen kann. Wieso kann man nicht einfach drauf achten, dass einer solchen Rasse bestimmte Medikamente einfach nicht verabreicht werden. Stattdessen werden u.U. Zuchtmerkmale zu Gunsten der Medikamentenverträglichkeit verschwendet, die ihrerseits der Schönheit, Leistungsfähigkeit und Intelligenz dieser Tiere zu Gute kommen könnten.
Allgemeines und Ursprung:
Der Farm-Collie, auch genannt ‚Old-Time-Farm-Shepherd-Dog‘ (OTFS), ist eine Arbeitshunderasse, wie z.B. die in Deutschland  teilweise vom Aussterben und unter Schutz gestellten Rassen:  Westerwälder Kuhhund, Harzer Fuchs, Schafpudel (bärtig)
Erste Aufzeichnungen gehen auf ca. 410 nach Christus lebende und arbeitende Hunde, die so genannten ‚Pre-Celtic-Hunde‘ zurück.
Die Römer brachten ihre  Herdenschutzhunde in’s damalige Gallien und Germanien. Im Bereich der Alpen war eine Ur-Spitzrasse vorhanden, welche sich mit deren Hunden verpaarten und da heraus entstandene Tiere  wurden im Körperbau leichter. Im Zuge der Völkerwanderungen kamen jene Tiere auch nach Island und Britannien, wo die Hunde der Wikinger, seinerzeit Wiking-Spitz, später Herding-Spitz, Einfluss auf die Rasse nahmen.
So kommen wir in die nahe Vergangenheit, die so genannte „viktorianische „.
Königin Viktoria von Groß Britannien war eine große Hundeliebhaberin. Unter anderem waren ihr ihre Collies sehr lieb.  Zur damaligen Zeit waren noch die alten Farben präsent, u.a. nur Schwarz, nur Black ‚n Tan (ohne Weiß). Den viktorianischen Stil der Rasse belegen noch heute Bilder von Königin Viktoria’s  Hunden ‚Gypsy‘, und Noble Queen (siehe Internet) . Als zu dem Zeitraum das Züchten von Hunden in Mode kam, wurden Abstammungsnachweise / ‚Pedigrees‘ erstellt. Es entstand der königliche Zwinger ‚Balmoral‘.  
Anmerkung:
In der Jetztzeit bekommen Hunde aus dem königlichen Zwinger den Titel ‚Sundringham‘ mit.
Im Laufe der Zeiten gingen die ersten Auswanderer nach Amerika und Australien, selbstverständlich mit ihren Haustieren/Hunden. Dort entwickelten sich dann aus deren und den dort vorhandenen Hunden u.a. die Rassen  Cattle-Dog, Kelpie sowie der Koolie. Der Koolie entstammt wiederum aus dem Glatthaar-Merle-Collie aus Britannien und dem Black ‚n Tan Collie aus Schottland.  Die Rasse des Koolie definiert sich nicht über Aussehen, sondern in erster Linie über die Allround-Arbeitsfähigkeit.
Old-Time-Farm-Shepherd-Dog (OTFS) / J. Richard McDuffie

Herr McDuffie  betrieb in den USA intensiv die Rekonstruktionszucht des Leopard-Cur-Dog, auch genannt Leopard-Baumhund, in den Jahren 1953 bis 1995. Da er in seiner Jugend mit Hunden des Farm-Collie-Typs aufwuchs, machte er sich, nachdem er feststellte, dass diese ursprüngliche Hunderasse völlig am Verschwinden war, auf die Suche nach Resttieren dieser Rasse.  In Mittel-Tennessee bekam er von der Witwe Mrs. Allison vier Welpen, welche sie aus der Zucht ihres verstorbenen Mannes bewahrt hatte. Dann bekam er noch Tiere aus North-Carolina dazu.
Aus diesen Tieren heraus entstand seine so genannte „Dunrovin“-Linie. Wunderschöne Abkömmlinge aus dieser Linie sind z.B. der  Dunrovin’s Beethoven oder der Ford’s Buddy, welcher dem klobigen, ursprünglichen Typ entspricht.
Standard des Farm-Collie:
Allgemeines:
Der Farm-Collie beinhaltet in seinem Blut die alten Rassen der Urtyp-Collies.  Somit ist sein Erscheinungsbild nicht immer gleich. Es beinhaltet aber nahezu alle alten Farben der Rasse, welche beim Neuzeit-Collie leider schon nicht mehr existieren. Sein Haarkleid  ist nicht ganz so üppig wie wir es heute kennen.
Die Augen sind eher groß als klein. Beiderlei Geschlechts wiegen diese Hunde bis 35 kg. Die maximale Größe liegt ca. 61 cm.
Es kommen dabei auch selten natur/bobtailed Welpen in den Würfen vor.
Temperament:
Diese Hunde haben ein mäßiges Temperament, hohe Intelligenz und den Vorteil, selbständig auf jedwede Situation reagieren zu können. Sie sind auf den Menschen bezogen, jedoch skeptisch Fremden gegenüber und besonders leicht führbar.  Für Farm –u. Trailarbeiten ist er besonders leicht trainierbar.
Arbeit auf der Farm:
Die Rasse hat einen hohen Instinkt für alle auf dem Hof anfallenden Arbeiten, wie z.B. hüten, Raubtierzeug fernhalten und wachen. Durch die Fähigkeit zu selbständigem Denken entwickelt sie ohne menschliches zutun eigene Strategien, um anfallende Situationen selbständig zu meistern.
Jagd:
Auch hierfür ist der Urtyp der Rasse nach Anleitung geeignet.
Anmerkungen
  1. Eine der ersten Züchter zur Rekonstruktion dieser Rasse war in den USA Mrs. Laura Lee mit der Zuchtstätte „Faraway“. Sie holte den Farm-Collie durch verpaaren des kräftigen US-Collie-Types mit dem Australian-Shepherd zurück.  
  2. Rekonstruktionsrassen in Germany sind u.a.
    der Hovawart
          Rekonstruktion einer uralten Hunderasse aus dem 13. Jahrhundert, welche   
          vornehmlich im Harz vorkam. Um 1900 wurde begonnen, diese verloren  
          gegangene Rasse aus langhaarigen Hunden mit einer zottigen Rute und Hänge-
          ohren, die auf dortigen Bauernhöfen lebten, wieder aufleben zu lassen. Dank
          systematischem Vorgehen stabilisierte sich das Erscheinungsbild der Hunde rasch
          und die Rasse fand 1936 offizielle Anerkennung.     
    der Broholmer
          ist eine der neueren Rekonstruktionsrassen. Klicken Sie hier
    der Saupacker
          ebenfalls eine der neueren Rekonstruktionsrassen  Klicken Sie hier
    der Rassmo
          
    wegen der Brachycephalie des Mopses der heutigen Zeit und seiner damit
          verbundenen Atemprobleme, welche sich auch auf seine Agilität negativ
          auswirkt, ging man den Weg zum Retro-Mops, wie z.B. den o.g. Rassmo.
  3. Züchter des Farm-Collie in den USA
    Heritage-Kennel  züchtet den sehr groben Typ des Farm-Collie.
    Gracehaven züchtet einen gemäßigten Typ.
    Romany züchtet den heutigen Farm-Collie-Typ, gemäßigt in Körper und Exterieur.
Weitere Links:
Farm-Collie-Association
 Alle rechte am Text und an den Bildern  liegen beim verfasser  . 
 
 
Farmcollie